Die Aeropress ist ein Kunststoffzylinder mit Kolben, erfunden vom Frisbee-Ingenieur Alan Adler. Sie ist robust, reisetauglich und erzeugt einen sauberen, konzentrierten Kaffee. Auf YouTube wird seit Jahren eine Grundsatzfrage diskutiert: Muss man die Aeropress zum Brühen umdrehen?
Die „Inverted Method"
Über Jahre hinweg war die Inverted-Methode in der Specialty-Szene Standard: Der Kolben wird nur wenige Millimeter eingesetzt, das Gerät kopfüber auf die Arbeitsplatte gestellt und so mit Wasser und Kaffee befüllt – wie eine kleine French Press. Nach der Ziehzeit wird der Papierfilterdeckel aufgeschraubt, die Tasse daruntergesetzt und das Ganze um 180 Grad gewendet.
Der Grund: Bei der Standardmethode (Aeropress direkt auf der Tasse) laufen bereits wenige Tropfen durch, bevor der Kolben angesetzt wird. Das wurde lange als Risiko für eine leichte Verdünnung oder Unterextraktion angesehen.
Hoffmanns Fazit: James Hoffmann hat Inverted und Standard umfangreich verglichen und kommt zu einem klaren Ergebnis: Der Geschmacksunterschied liegt in einem Bereich, der praktisch nicht wahrnehmbar ist. Das Risiko, heißes Wasser beim Umdrehen zu verschütten, steht dem nicht entgegen.
Ein modernes Standardrezept (11 g auf 200 g)
Dieses Rezept liefert eine klare, teeartige Tasse – gut geeignet für helle, florale Single-Origin-Röstungen, etwa aus Äthiopien oder Kenia.
